Geburt Christi und Verkündigung an die Hirten

Geburt Christi und Verkündigung an die Hirten


Details

Museum
Louvre
Jahr
1522
Technik
abgenommenes Fresko, auf Leinwand übertragen
Gattung
Gemälde
Maße
222 × 165 cm

Die Geschichte

Das Lukasevangelium erzählt die Weihnachtsgeschichte an zwei Orten zugleich. In Bethlehem wird das Kind geboren und niedergelegt, und auf den Feldern nebenan erscheint den Hirten ein Engel und sagt ihnen, wo sie es finden. Luini brachte beides auf eine Wand. Unten, in einem roh gezimmerten Stall, knien Maria und Josef mit gefalteten Händen. Rechts oben, durch eine Lücke zwischen den Balken, spielt die zweite Szene auf einem grünen Hügel. Der Engel erscheint in goldenem Schein, und einer der Hirten ist zu Boden gesunken, stützt sich auf den Arm und starrt hinauf.

Das Kind liegt nicht in der Krippe, sondern auf einem Tuch auf dem nackten Boden und lutscht an den Fingern. So zeigten es damals viele Maler nach den Visionen der heiligen Birgitta von Schweden, einer Mystikerin des 14. Jahrhunderts, die beschrieb, wie Maria gleich nach der Geburt niederkniete, um ihren Sohn anzubeten. Zwei kleine Engel sind bei ihm, und einer hält ein Holzkreuzchen, ein früher Hinweis darauf, wie die Geschichte enden wird. Ochs und Esel schieben von links die Köpfe herein.

Das Gegenstück aus demselben Oratorium bei Mailand, eine Anbetung der Könige von genau gleichem Format, hängt im selben Saal des Louvre.

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