
Christi Geburt
Details
Die Geschichte
Die Uffizien sind eine florentinische Sammlung, und ihre Säle erzählen vor allem eine florentinische Geschichte. Umso ungewöhnlicher ist diese kleine Tafel: Es ist das einzige Bologneser Werk des 14. Jahrhunderts in der ganzen Galerie. Gemalt hat es um 1380 ein Bologneser Meister, der schlicht mit „Simone“ signierte. Der Name, unter dem wir ihn heute kennen, Simone dei Crocifissi, also „Simone von den Kruzifixen“, wurde ihm erst fast drei Jahrhunderte später angeheftet, im 17. Jahrhundert, weil er so viele Bilder des gekreuzigten Christus gemalt hatte. Hier steht er am anderen Ende derselben Geschichte, bei der Geburt. Maria kniet vor dem Kind auf Goldgrund, in der flächigen, leuchtenden Art der Bologneser Malerei, bevor aus Florenz die Perspektive kam. Rund 70 seiner Werke sind bis heute erhalten.

