
Reliquientriptychon mit Maria mit dem Kind, Johannes dem Täufer und Maria Magdalena
Details
Die Geschichte
Um Maria mit dem Kind in der Mitte dieses kleinen Triptychons läuft ein Rand aus runden Mulden, die in das vergoldete Holz geschnitten sind. Sie waren für Reliquien bestimmt, das Stück diente also als Reliquiar und als Bild zugleich, und der Louvre führt es als Reliquientriptychon mit beweglichen Flügeln. Ein hoher geschnitzter Sockel hebt es an wie einen kleinen Altar.
Entstanden ist es in Bologna in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts, wohl für die private Andacht. Auf den Flügeln stehen links Johannes der Täufer und rechts Maria Magdalena. Darüber ist die Verkündigung geteilt, der Engel oben auf dem einen Flügel, Maria oben auf dem anderen, sodass die Botschaft über die Mitteltafel hinweggeht, wo Christus im Grab erscheint. Das Triptychon kam 1973 als Leihgabe der Fondation de France in den Louvre und war 1990 in einer Ausstellung über Polyptychen unter der Pyramide zu sehen.

