
Paul Klee · PD
Nomadenmutter
Details
Die Geschichte
Klee schuf dieses Blatt 1940 in Bern, im letzten Jahr seines Lebens, und viele Arbeitsmonate blieben ihm in diesem Jahr nicht. Im Februar eröffnete das Kunsthaus Zürich eine Ausstellung seiner neuen Werke, im Mai verließ er Bern für ein Sanatorium im Tessin.
Die Mutter ist aus grob gestrichenen Feldern deckender Wasserfarbe zusammengesetzt, jedes mit schwarzer Kreide umrandet, und ihr Kopf ist so groß wie der übrige Körper. Eine rote Form um die Nase lässt sich als Teil des Gesichts lesen oder als zweiter, kleinerer Kopf, das Kind, das sie zu halten scheint. Die Augen sind ungleich. Das eine ist ein durchgestrichener Kreis, das andere eine Halbkuppel, die ein kurzer schwarzer Strich offenhält wie eine Stütze unter dem Lid.
Die Bezeichnung Nomaden Mutter stammt von Klee selbst. Das Blatt ist knapp 30 Zentimeter hoch.




