
Nymphe mit Füllhorn
Details
Die Geschichte
Böcklin malte dieses Bild 1866, in dem Jahr, als er mit seiner Familie von Rom in seine Vaterstadt Basel zurückkehrte. Es ist ein durch und durch italienischer Tagtraum, eine jener sonnendurchfluteten antikischen Szenen, die er sich im Süden angeeignet hatte, nun niedergelegt in einer nüchternen protestantischen Stadt am Rhein. Die Gestalt ist eine Quellnymphe, und sie trägt das Füllhorn, das in der älteren Kunst Blumen und Früchte ausschüttet. Nymphe, quellendes Wasser und überströmendes Horn meinen alle dasselbe, die Fülle, die unmittelbar aus dem Boden aufsteigt. Manche Deutungen geben ihr noch einen zweiten Namen, Flora, die römische Göttin der Blüte.




