Brotschneidende alte Frau

Brotschneidende alte Frau


Details

Künstler
Gerrit Dou
Jahr
1655
Technik
Öl auf Holz
Gattung
Gemälde
Maße
28 × 22 cm

Die Geschichte

Gut hundert Jahre hing diese kleine Tafel in der Alten Pinakothek in München, bis sie 1937 zum Tauschobjekt wurde. Ernst Buchner, Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, gab in jenen Jahren mindestens 74 niederländische Gemälde ab, um dafür deutsche Kunst zu erwerben. Im Februar 1937 bestätigte ihm der Berliner Kunsthändler Eduard Plietzsch schriftlich die Bedingungen. Plietzsch lieferte drei deutsche Altartafeln und bekam dafür diesen Dou und eine kleine Landschaft von Jan Brueghel dem Älteren. Als offizielles Datum des Tauschs gilt der 3. März. Schon im April bot der Berliner Händler Heinz Steinmeyer das Bild zum Verkauf an, noch im selben Jahr ging es an einen Privatsammler, und dessen Familie verkaufte es 2003 an das Museum of Fine Arts in Boston.

Davor war es Fürstenbesitz. Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz trug in Düsseldorf rund 350 Gemälde zusammen, und das Inventar nach seinem Tod beschreibt eine alte Frau, die Brot schneidet, einen Knaben mit einem Löffel, ein kleines Kind am Tisch und einen Schinken. Seine Erben brachten die Galerie nach Mannheim, und ein Mannheimer Verzeichnis von 1730 vermerkt, dass ein Junge eine Kerze hält. 1836 kam das Bild in die neu eröffnete Pinakothek.

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