
Gustave Caillebotte · PD
Orchideen im Gewächshaus von Petit Gennevilliers
Details
Die Geschichte
Um 1893 hatte Gustave Caillebotte Paris weitgehend hinter sich gelassen. Der Maler der nassen Boulevards und der Parkettschleifer war nach Petit-Gennevilliers gezogen, ein Dorf an der Seine unterhalb von Argenteuil, wo er im Gemeinderat saß, Segelboote baute und um die Wette segelte und vor allem gärtnerte. Er ließ ein beheiztes Gewächshaus errichten und zog darin Orchideen, die schwierigen, prächtigen Sorten, die Pariser Sammler schätzten, und dann malte er sie. Dies ist eine jener Nahstudien, die Blüten dicht an den vorderen Bildrand gerückt. Er arbeitete nach den eigenen Pflanzen, im eigenen Glashaus, im eigenen Tempo und stellte kaum noch mit den Impressionisten aus, die er einst mitfinanziert hatte. Viel Zeit blieb ihm nicht. Im Februar 1894 starb er plötzlich an einem Schlaganfall, mit 45 Jahren, und diese Orchideen gehören zum Letzten, was er malte.




