Orpheus und die Tiere

Orpheus und die Tiere


Details

Jahr
1519
Technik
Tempera

Die Geschichte

Orpheus war in der griechischen Sage der thrakische Sänger, dessen Musik so schön war, dass sich die wilden Tiere zum Zuhören niederlegten. Hans Leu hat diesen Augenblick 1519 gemalt, doch worum es ihm eigentlich ging, war der Wald. In diesen Jahren begannen Maler im deutschsprachigen Raum, die wilde Waldlandschaft als eigenes Bildthema ernst zu nehmen, so wie es Albrecht Altdorfer und die anderen der Donauschule taten, und Leu brachte dieses Gefühl für die Natur als einer der Ersten in die Schweiz. Der griechische Sänger sitzt darum fast verschluckt in einem dichten nördlichen Wald, umringt von Hirschen, Vögeln und anderem Getier, das aus dem Dickicht hervorkommt. Leu trug die Farben in Tempera direkt auf die ungrundierte Leinwand auf, eine dünne, rasche Technik, näher am Aquarell als an der glatten Tafelmalerei, die den Wald locker und lebendig hält. Unten in einer Ecke hat er sein Zeichen hinterlassen, die verbundenen Buchstaben H und L über der Jahreszahl.

All das in deiner Tasche. Hol dir die App.