
Pallas Athene, Venus und Juno
Details
Die Geschichte
1592 wurde Hans von Aachen Kammermaler Kaiser Rudolfs II. in Prag, und dieses kleine Bild mit Monogramm und der Jahreszahl 1592 oder 1593 entstand wohl für jemanden an diesem Hof. Es zeigt das Urteil des Paris ohne Paris. Im Mythos sollte der trojanische Prinz die schönste von drei Göttinnen wählen, und meist malte man ihn, wie er den goldenen Apfel überreicht. Hier erkennt man die Göttinnen allein an ihren Attributen: Pallas Athene am Helm, Juno an der Mondsichel über dem Kopf und Venus, die Siegerin, am Apfel, den sie schon in der Hand hält. Das Museum betont, dass ein solches Bild einen gebildeten Betrachter verlangte, der die Geschichte erkannte, ohne dass sie erzählt wurde. Später ging das Bild auf weite Reisen. Das Museum verfolgt es 1872 bei einer Moskauer Familie, 1918 in Wien, 1922 in New York und danach in Asunción in Paraguay. Ab 1930 besaß es eine Familie in Buenos Aires und Rio de Janeiro, die es 1988 nach Boston verkaufte.


