
Venus, Amor und Satyr
Details
Die Geschichte
Lange las man dieses kleine Bild als Szene aus Ovid, als Jupiter, der sich in Gestalt eines Satyrs der schönen Antiope nähert. Das Kunsthistorische Museum zweifelt heute daran, weil keines der Attribute des Göttervaters zu sehen ist, und erkennt in der Frau Venus mit ihrem Sohn Amor, neben ihnen ein Satyr. Der Museumstitel trägt deshalb noch ein Fragezeichen. Von Aachen malte es zwischen 1595 und 1598 auf eine Kupferplatte von etwa 30 Zentimetern Höhe. Kupfer bot eine harte, vollkommen glatte Fläche, und um 1600 schätzten Maler es für kleine, fein vollendete Bilder, die man aus der Nähe betrachtet. In den raffinierten Posen und der Eleganz der Gesten sieht das Museum den Einfluss Correggios, des Meisters aus Parma. Das Monogramm HVA ist rechts unten auf den Stein gemalt.


