
Pan und Syrinx
Details
Die Geschichte
Boucher malte dieses Kabinettbild, gut 40 Zentimeter breit, im Jahr 1759, und sein erster Besitzer war der erste Kammerdiener des Königs. Die Geschichte stammt aus Ovids „Metamorphosen“. Die Nymphe Syrinx flieht vor dem bocksbeinigen Pan bis an einen Fluss, wo die Wassernymphen sie in Schilf verwandeln. Aus dem Rohr schneidet Pan später seine Flöte, die bis heute ihren Namen trägt. Boucher zeigt den Augenblick davor. Pan schiebt sein Gesicht durch das Schilf, während Syrinx sich an eine Flussnymphe schmiegt, die uns den Rücken zukehrt und sich auf eine umgestürzte Urne stützt. Die Gefährtin scheint sie fast mehr zu fesseln als der Gott. Darüber hält ein Amor Fackel und Pfeil, die Zeichen der Leidenschaft. Wenige Jahre später warf Denis Diderot in seinen Salonkritiken dem Maler genau diese Leichtfertigkeit und lockere Moral vor.




