
Bauernfest
Details
Die Geschichte
Aertsen datierte die Tafel 1550 auf dem Fensterkreuz, ein Jahr bevor der junge Pieter Bruegel in die Antwerpener Malergilde aufgenommen wurde. Bruegels eigener Bauerntanz, um 1567 gemalt, hängt im selben Museum. Hier bleibt der Blick zuerst an einem hageren Bauern hängen, der den Kopf gewendet hat und bedrohlich aus dem Bild starrt. Aertsen hat ihn mehrfach verwendet. Er und die beiden Figuren neben ihm kehren fast unverändert auf anderen Bildern wieder, es waren also wohl Modelle, die er in der Werkstatt zur Hand hatte. Vor ihnen liegt ein feines Stillleben aus Speisen und Geschirr. Durch eine fensterartige Öffnung blickt man in eine Schenke, und das erinnerte die Betrachter damals an den verlorenen Sohn, der sein Erbe in schlechter Gesellschaft verprasst. Das Monogramm ist mit bloßem Auge nicht zu sehen und zeigt sich erst im Infrarot, und in den kaiserlichen Sammlungen ist die Tafel schon 1610 nachweisbar.



