Bauernmädchen beim Flohfangen

Bauernmädchen beim Flohfangen


Details

Jahr
1715
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
74,6 × 96,5 cm

Die Geschichte

Im Sommer 1929 kaufte der britische Botschafter in Deutschland, Sir Horace Rumbold, bei einem Händler in Venedig zwei Bilder, dieses Mädchen und ein Gegenstück mit einem Bauernjungen auf dem Markt. Sie kamen nach Berlin und hingen bis 1933 in der Botschaft. In jenem Jahr kam Hitler an die Macht, und Rumbold, dessen Berichte nach London vor den Absichten der neuen Regierung warnten, schied aus dem Amt. Sein Sohn schrieb später an das Museum, die beiden Bilder hätten danach in London gehangen, bis sie im Krieg eingelagert wurden. 1945 wurden sie bei Christie's versteigert, und Boston kaufte im Jahr darauf beide.

Piazzetta malte das Mädchen um 1715 in Venedig, Anfang dreißig. Eine Frau, die ihre Kleider nach Flöhen absucht, war ein Thema, das sein Lehrer in Bologna, Giuseppe Maria Crespi, wenige Jahre zuvor zu seinem eigenen gemacht hatte. Das Museum hebt hervor, wie Piazzetta, Sohn eines Holzschnitzers, seine Figuren aus Licht und Schatten aufbaut, bis sie das Gewicht einer Skulptur haben.

Tausende weitere Geschichten in der App.