Bäuerin mit Kopftuch

Gustave Courbet · PD

Bäuerin mit Kopftuch


Details

Jahr
1849
Technik
Öl
Gattung
Gemälde
Maße
60 × 73 cm

Die Geschichte

Um 1849, ein Jahr nach der Revolution von 1848, veränderten neue Maschinen die Landwirtschaft in der Franche-Comté, Courbets Heimat im Osten Frankreichs. Courbet malte in diesen Jahren vor allem die Menschen rund um seine Heimatstadt Ornans, und auch diese junge Frau mit dem karierten Kopftuch stammt wohl aus dieser Welt.

Er rückt sie ganz nah an den vorderen Bildrand. Sie stützt das Kinn in die Hand, die Wangen gerötet von Sonne oder Arbeit, und wirkt viel größer als die bewaldete Landschaft hinter ihr. Das Norton Simon Museum weist darauf hin, dass Pariser Betrachter jener Zeit ein so ländliches Motiv und die bewusst ungelenke Verbindung von Figur und Landschaft als künstlerisch und politisch anstößig empfanden. Courbet selbst sagte, der Realismus sei „im Kern demokratisch“.

Auf Französisch heißt das Bild „Paysanne au madras“, nach dem Madras, einem karierten Baumwolltuch. Über eine Schweizer Sammlung kam es zu John Dorrance, dem Erben des Suppenkonzerns Campbell, und 1989, als dessen Sammlung versteigert wurde, nach Pasadena.

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