Philipp III.

Diego Velázquez · PD

Philipp III.


Details

Jahr
1627
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde

Die Geschichte

Velazquez hat diesen König nie gesehen. Philipp III. starb 1621, zwei Jahre bevor der junge Maler aus Sevilla an den Hof kam. Trotzdem musste er ihm 1627 ein Gesicht geben, denn für den Salón Nuevo des Madrider Alcázar malte er die Vertreibung der Morisken, der Nachkommen der muslimischen Bevölkerung Spaniens, die Philipp III. 1609 angeordnet hatte. Den Auftrag gewann er in einem Wettbewerb gegen die übrigen Hofmaler. Das große Bild verbrannte 1734 mit dem Palast, und wir kennen es nur aus zeitgenössischen Beschreibungen, nach denen der König an zentraler Stelle stand und in die Ferne blickte. Diese kleine Leinwand, 45 Zentimeter hoch und im Zustand einer Skizze belassen, ist mit großer Wahrscheinlichkeit die Vorarbeit dazu. Für die Zuschreibung sprechen die Grundierungsschichten und der Pinselduktus, die denen gesicherter Bilder aus der Mitte der 1620er Jahre entsprechen. Lange lief der Kopf unter falschem Namen. In London wurde er als Bildnis des Rodrigo Calderón gehandelt, eines Höflings jener Regierungszeit, der 1621 in Madrid hingerichtet wurde, was an einer später aufgesetzten Inschrift am oberen Rand lag. Seit 2021 gehört das Bild dem Prado, als Geschenk der American Friends des Hauses.

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