Philipp der Schöne

Peter Paul Rubens · PD

Philipp der Schöne


Details

Jahr
1618
Technik
Öl
Gattung
Gemälde
Maße
140,5 × 101,5 cm

Die Geschichte

Die Rüstung auf dieser Eichenholztafel entspricht ihrer Form nach der Zeit um 1500, das Bild selbst malte Rubens um 1618. Dazwischen liegt über ein Jahrhundert, und so lange war der Dargestellte schon tot. Wer er ist, war in Wien lange falsch verzeichnet. Das Bild galt als Porträt Kaiser Maximilians I., bis das Kunsthistorische Museum darin dessen Sohn erkannte, Philipp den Schönen, Herzog von Burgund, der 1506 starb. Philipp hatte Johanna von Kastilien geheiratet und war so König von Kastilien geworden. Die Krone am Helm ist eine Königskrone. Das goldene Andreaskreuz auf dem Brustharnisch kam erst nach dieser Heirat in sein Wappen. Und die Adlernase, an der man Maximilian auf seinen Bildnissen sofort erkannte, fehlt diesem Gesicht.

Als Rubens malte, regierten in Brüssel die Erzherzöge Albrecht und Isabella über die südlichen Niederlande, und Isabella war Philipps Urenkelin. Die Tafel stammt wohl aus dem Nachlass des Malers, hing später im Wiener Stadtpalais des Prinzen Eugen und ist seit 1772 in der kaiserlichen Galerie nachweisbar.

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