Pietro Rossi wird zum Befehlshaber des venezianischen Heeres berufen

Francesco Hayez · PD

Pietro Rossi wird zum Befehlshaber des venezianischen Heeres berufen


Details

Jahr
1820
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
131 × 157,5 cm

Die Geschichte

Auf der Brera-Ausstellung von 1820 war dieses Bild der Streitfall. Der Stoff stammt aus Sismondis Darstellung der mittelalterlichen italienischen Stadtrepubliken. Pietro Rossi, Herr von Parma, den die Scaliger aus Verona um seine Ländereien gebracht haben, soll für Venedig ein Heer führen, und seine Frau und die beiden Töchter bitten ihn unter Tränen, abzulehnen. Die Mailänder Malerei lebte damals noch von Göttern und Römern, und ein Vorwurf aus dem italienischen Mittelalter, mit diesem häuslichen Kummer im Vordergrund, galt sofort als Beginn der romantischen Malerei in Italien. Gekauft hat das Bild Giorgio Pallavicino Trivulzio. Im Dezember 1821 wurde er wegen der Verschwörung gegen die österreichische Herrschaft in der Lombardei verhaftet und saß ab 1824 auf dem Spielberg bei Brünn, verurteilt zu 20 Jahren. In Privatbesitz blieb das Bild, bis die Brera es im Jahr 2000 kaufte.

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