
Teller mit Pfirsichen
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Die Geschichte
Chardin war wieder da. Der Maler stiller Küchentische und Früchte aus dem 18. Jahrhundert hatte jahrzehntelang als altmodisch gegolten, doch 1860 hingen in einer Pariser Galerie am Boulevard des Italiens bei einer Schau französischer Malerei des 18. Jahrhunderts mehr als 40 Bilder von ihm. Sammler kauften ihn wieder, und Ende 1863 veröffentlichten die Brüder Edmond und Jules de Goncourt, beide Schriftsteller, einen langen, bewundernden Aufsatz über ihn. Fantin-Latour malte dieses Bild 1862, mitten in dieser Wiederentdeckung, und das Museum of Fine Arts sieht darin Chardins Vorbild. Drei Pfirsiche, ein Teller, ein Obstmesser, sonst nichts. Die Leinwand ist winzig, etwa 18 mal 32 Zentimeter, und oben links steht Fantin mit der Jahreszahl. Wahrscheinlich ging sie direkt aus dem Atelier an Gustave Tempelaere, einen Pariser Kunsthändler, der eng mit ihm zusammenarbeitete. Das Museum kaufte sie 1960.




