
Eisbär
Details
Die Geschichte
In einer Werkstatt in Malakoff, gleich südlich von Paris, übertrug der Steinbildhauer Jean-Joachim Supéry 1928 einen Gipsbären Punkt für Punkt in einen Block aus hellem, feinkörnigem Kalkstein aus Lens. Das Modell war der Eisbär, mit dem François Pompon sechs Jahre zuvor bekannt geworden war, und Pompon, inzwischen über 70, hatte den Gips dafür eigens überarbeitet. Er selbst überwachte die Arbeit.
Den Auftrag hatte der französische Staat 1927 erteilt, für 25.000 Francs. Angestoßen hatte ihn die Journalistin Louise Weiss, Leiterin der Pariser Wochenzeitung L'Europe nouvelle, bei Édouard Herriot, damals Minister für Unterrichtswesen und schöne Künste. Den Stein stiftete der Bankier und Sammler David David-Weill. Am 16. Februar 1929 wurde der Bär abgeliefert und kam sofort ins Musée du Luxembourg, das Pariser Museum des Staates für lebende Künstler. Auf der linken Seite des Sockels ist die Signatur POMPON eingemeißelt.
