Bildnis einer 34-jährigen Frau

Bildnis einer 34-jährigen Frau


Details

Jahr
1512
Technik
Öl

Die Geschichte

Um 1512 begannen wohlhabende Kaufleute in den Handelsstädten des deutschen Sprachraums etwas zu tun, das lange Fürsten und Heiligen vorbehalten war: einen Maler dafür zu bezahlen, das eigene Gesicht auf einer Tafel festzuhalten. Dies ist ein solcher Auftrag. Dargestellt ist die Frau eines Kaufmanns namens Fischer, und das Bild sagt schlicht, dass sie im Jahr der Sitzung 34 war. Einst gab es ein Gegenstück, das Bildnis ihres Mannes neben ihr, heute verloren. Eine alte Inschrift am Rahmen hält es fest. Auf der Rückseite ihrer Tafel steht in goldener Zierschrift das Wort Maria. Lange war unklar, von welcher Hand das Werk stammt. Man gab es erst dem jungen Hans Holbein, dann seinem Bruder Ambrosius, beide Maler, und erst 1908 sprach es ein Fachmann dem Vater zu, Hans Holbein dem Älteren. Sie blickt einen ruhig und gerade an, fünf Jahrhunderte später.

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