
Bildnis eines Goldschmieds
Details
Die Geschichte
Der Mann auf diesem kleinen Bildnis trägt ein pelzbesetztes Brokatgewand und eine Pelzmütze, und seine kostbaren Ringe führt er ganz bewusst vor. In einer Stadt wie Brügge konnte sich um 1505 ein Handwerker mit derselben Selbstsicherheit malen lassen wie ein Adliger, und die Ringe verweisen womöglich auf sein Gewerbe. Seit Langem vermutet man in ihm einen Goldschmied, und zwar wahrscheinlich einen, den Gerard David gut kannte, seinen Schwiegervater Jacob Cnoop den Jüngeren.
Cnoop arbeitete als Goldschmied in Brügge und stand der Goldschmiedezunft als Dekan vor. Seine Tochter Cornelia, Davids Frau, war selbst Malerin. Die Tafel ist keine 30 Zentimeter hoch. In den 1640er-Jahren war sie vielleicht in der Sammlung des Marquess of Hamilton in London, und 1659 gehörte sie Erzherzog Leopold Wilhelm, dessen Bilder später nach Wien kamen.




