
Diego Velázquez · PD
Bildnis einer Dame
Details
Die Geschichte
Wer hier sitzt, war lange unklar. Auf der Rückseite der Leinwand stand einmal der Name Juana de Miranda, der Frau des Malers, doch im 19. Jahrhundert wurde die Aufschrift überdeckt. Seit einem Vorschlag von 1964 gilt als wahrscheinlich, dass es Leonor María de Guzmán ist, Schwester des Grafen Olivares, des mächtigsten Mannes am Hof Philipps IV., und Frau des Grafen von Monterrey.
Velázquez hatte den Monterreys etwas zu verdanken. Als er um 1630 auf seiner ersten Italienreise in Rom erkrankte, war Monterrey dort spanischer Botschafter und kümmerte sich um ihn. Für die Zuordnung spricht auch der Sternenbesatz des Kleides, der im Wappen der Monterrey wiederkehrt.
Verglichen wurde das Gesicht dafür mit ihrem Grabbild in Salamanca, das der Bildhauer Giuliano Finelli in den Jahren nach 1635 schuf. Die Gemäldegalerie legt sich bei der Datierung auf kein Jahr fest.




