Bildnis eines Mannes in ungarischer Tracht

Bildnis eines Mannes in ungarischer Tracht


Details

Museum
Belvedere
Jahr
1745
Technik
Öl auf Leinwand
Maße
93 × 76 cm

Die Geschichte

Wer dieser Herr ist, weiß bis heute niemand. Christian von Mechel, der 1783 die kaiserliche Gemäldegalerie verzeichnete, hielt das Bild für ein Selbstbildnis des Malers in polnischer Pelztracht. Im Belvedere glaubt man das kaum. Kleidung und Schmuck sind zu kostbar, der Griff zum Säbel zu demonstrativ, und so dürfte hier eher ein Mitglied des Hochadels posieren. Martin van Meytens malte ihn zwischen 1740 und 1750. Kurz zuvor, 1741, hatten die ungarischen Stände auf dem Landtag in Pressburg der jungen Maria Theresia, die um ihr Erbe kämpfte, „Leben und Blut“ gelobt. Meytens malt die ungarische Tracht Stück für Stück aus. Eine weiße Pelzmütze mit schwarzer Feder und Juwelenagraffe, ein roter, mit dunklem Pelz gefütterter Umhang, ein Ärmel aus Goldbrokat und eine schwere Schärpe aus geflochtenen Goldschnüren.

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