
Bildnis eines Mannes mit Samson-Medaille
Details
Die Geschichte
Wer dieser Mann war, weiß niemand, doch sein Hut verrät die Zeit. Rote Hüte mit Klappen und schwarzen Bändern trug man etwa zwischen 1515 und 1530. Auf der vorderen Klappe glänzt eine Medaille mit Samson, der mit dem Löwen ringt. Zwischen Daumen und Zeigefinger hält der Mann eine rote Nelke, und im Mauritshuis vermutet man, dass es einmal ein Gegenstück mit dem Bildnis seiner künftigen Frau gab. Auch sein Schöpfer ist unbekannt. 1899 galt die Tafel in Genua als Werk des Holländers Lucas van Leyden, später beim Händler Leo Nardus als Arbeit des Brügger Malers Petrus Christus. Heute spricht das Museum von einem flämischen Maler. Erworben wurde das Bild 1917 mit Hilfe der Vereniging Rembrandt. Bei einer späteren Restaurierung zeigte sich, dass der gesamte Hintergrund vor 1750 übermalt worden war, und das ursprüngliche Grün kam wieder zum Vorschein.




