Bildnis eines Rabbiners

Bildnis eines Rabbiners


Details

Jahr
1647
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
60 × 48 cm

Die Geschichte

1628 zeichnete der junge Rembrandt, der damals noch in seiner Heimatstadt Leiden arbeitete, mit Rötel einen alten Mann, der nach links gewandt sitzt und einen Stock in den Händen hält. Das Blatt scheint in seiner Werkstatt jahrelang als Vorlage gedient zu haben. Um 1645 bis 1650 hat Salomon Koninck, der in jenen Jahren wohl Kontakt zu dieser Werkstatt hatte, die Haltung offenbar übernommen und daraus dieses Gemälde gemacht. In der Rembrandt-Forschung läuft es als sitzender alter Mann mit Stock, in Turin heißt es Bildnis eines Rabbiners. Dieser Name ist Überlieferung. Kein Dokument nennt den Dargestellten, und Koninck kleidete seine gelehrten Greise gern in exotische Gewänder, manchmal mit jüdischen Attributen. Auch der Maler selbst ist nicht unbestritten. Der deutsche Kunsthistoriker Bernhard Schnackenburg schlug Jan Lievens vor, Rembrandts Freund aus Leidener Tagen, ein Vorschlag, den David de Witt, ein Kenner des Rembrandt-Kreises, für nicht überzeugend hält.

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