
Frans Hals · PD
Porträt einer Frau, möglicherweise Cornelia van der Meer
Details
Die Geschichte
Um 1640 gehörte Haarlem zu den reichsten Städten der jungen niederländischen Republik, wohlhabend geworden durch Bier und Leinen, und seine Kaufmannsfamilien ließen sich gern porträtieren. Man ging dafür zu Frans Hals. Er war inzwischen fast 60, und seine Malerei war ruhiger geworden, zurückgenommen auf die nüchternen Schwarz- und Weißtöne, die eine calvinistische Stadt bevorzugte. Dies ist eines dieser Spätwerke, eine wohlhabende Frau in dunklem Kleid, mit Haube und Kragen von makellosem Weiß, hingesetzt mit jenem raschen, lockeren Strich, den Hals nie aufgab. Seit Langem nennt man sie Cornelia van der Meer, doch das Museum behält ein Fragezeichen neben dem Namen. Sehen Sie sich den Leinenkragen an: Es brauchte nur wenige Striche, damit er gestärkt wirkt.




