
Bildnis eines jungen Künstlers
Details
Die Geschichte
Lange hieß dieser junge Mann Naigeon, nach der Familie, der die Leinwand im 19. Jahrhundert gehörte. Der Louvre benennt ihn heute als Charles-Paul-Jérôme Bréa, einen in Paris tätigen Miniaturmaler, Pastellisten und Stecher, der auch mit Bildern handelte. Die Spur führt über die Akten. Das Gemälde steht im Nachlassinventar, das nach Bréas Tod 1820 aufgenommen wurde, und Bréa hatte seine Bilder dem Maler Jean-Claude Naigeon vermacht. So kam der falsche Name zu dem Gesicht.
Fragonard malte ihn um 1769 als eine seiner Fantasiefiguren, der Halbfigurenbildnisse von Freunden und Bekannten im Kostüm, die er in jenen Jahren schuf, und signierte unten in der Mitte mit einem knappen Frago.
Derselbe Bréa saß auch dem schwedischen Miniaturmaler Peter Adolf Hall Modell, und Halls erstes Email, ein Bildnis Bréas von 1771, befindet sich ebenfalls im Louvre.




