
Bildnis eines Knaben mit braunem Haar
Details
Die Geschichte
Der dunkelhaarige Junge hier hat ein Gegenstueck, ein helles Kind, im selben Jahr 1516 gemalt, und beide sind in Basel seither beisammen geblieben. Was aus der Naehe innehalten laesst, ist die Genauigkeit. Ambrosius Holbein arbeitete duenn und trocken, in einer Technik, die eher der getoenten Zeichnung als der satten Oelmalerei gleicht, und das passt zu einem jungen Modell. Die zarte Haut, der ein wenig unsichere Mund, die einzelnen dunklen Haare sind mit der Geduld eines Zeichners hingesetzt. Ein grosser Teil seines kurzen Schaffens floss in eben diese genaue Linie, in Vorlagen fuer die Druckwerkstaetten, die Basel reich machten. Hier ist dieselbe Ruhe auf ein lebendiges Kind gerichtet, erfasst in dem Alter, in dem ein Gesicht noch nicht zum erwachsenen erstarrt ist, waehrend die Augen fast das ganze Schauen uebernehmen.




