
Bildnis des Hans Herbst (Herbster)
Details
Die Geschichte
Der Mann auf diesem Bildnis von 1516 war damals der gefragteste Maler Basels: Hans Herbst, oft Herbster geschrieben, der die vielbeschaeftigte Werkstatt fuehrte, in der junge Kuenstler unterkamen, die fuer die Druckereien der Stadt arbeiten wollten. Ambrosius Holbein war eben als Geselle in diese Werkstatt eingetreten, und so ist dies das Bildnis des Meisters, gemalt von einem Neuankoemmling, dem er Arbeit gab. Herbst stand damals in seinen Vierzigern und lebte noch Jahrzehnte weiter, weit ueber 1550 hinaus, lange nachdem der viel juengere Maler, der ihn hier festhielt, gestorben war. Ruhig blickt er heraus, im schlichten dunklen Gewand eines Basler Handwerkers, nicht dem eines Hoeflings. Spaeter gelangte die Tafel in eine englische Privatsammlung, die des Earl of Northbrook, ehe sie nach Basel zurueckkehrte, in die Stadt, in der Maler wie Dargestellter ihre Laufbahn gemacht hatten.




