
Porträt eines jungen Mannes
Details
Die Geschichte
Ein junger Mann mit dunkler Kappe, halbfigurig vor Hügeln und Wasser: So ließen sich in Florenz zu Beginn des 16. Jahrhunderts viele junge Männer malen. Gerade weil das Schema so verbreitet war, trug diese kleine Tafel von nur 30 Zentimetern Höhe lange einen falschen Namen. Das Borghese-Inventar von 1833 nannte sie ein Bildnis Raffaels, gemalt von Timoteo Viti aus Urbino. Tatsächlich erinnern Gesichtszüge und schwarze Kappe an Raffaels Selbstbildnis in den Uffizien, von dem die Galleria Borghese eine Kopie besitzt, und so wurden die beiden Bilder leicht verwechselt. Andere Zuschreibungen dachten an die Schule Peruginos. Erst 1891 schlug der Kunsthistoriker Giovanni Battista Cavalcaselle Ridolfo del Ghirlandaio vor, und die spätere Forschung ist ihm gefolgt.


