
Porträt einer jungen Frau als heilige Katharina von Alexandrien
Details
Die Geschichte
Im strengen Profil, das Haar in rosa und grüne Bänder gebunden, wirkt die junge Frau zunächst wie irgendeine Dame der 1520er-Jahre. Erst an den Rändern der kleinen Holztafel zeigt sich, dass hier mehr gemeint ist. Hinter dem Kopf ist ein hauchdünner goldener Nimbus gezogen, und unten links ragt ein Stück eines Rades mit Stacheln ins Bild. Auf einem solchen Rad sollte der Legende nach die heilige Katharina von Alexandrien hingerichtet werden. Die Galleria Borghese deutet dieses Detail als Anspielung auf den Namen der Dargestellten. Dann wäre sie eine Caterina, gemalt in der Gestalt ihrer Namenspatronin. Lange lief das Bild unter der Schule Raffaels, bis der amerikanische Kunstkenner Bernard Berenson 1909 Brescianino vorschlug. Seit 1833 ist es in der Sammlung Borghese verzeichnet, heute wird es im Depot des Museums aufbewahrt.
