
Gustave Courbet · PD
Bildnis einer jungen Frau
Details
Die Geschichte
Die Leinwand ist kaum 28 Zentimeter hoch, ein Kopf und nicht viel mehr. Aus einem fast schwarzen Grund tritt ein blasses Gesicht hervor, der Kragen darunter ist nur mit wenigen groben Zügen angelegt. Courbet malte das Bild um 1845 in Paris. Er war Mitte zwanzig, kam aus der Franche-Comté, verdiente sein Geld mit Bildnissen und lernte, indem er im Louvre alte Meister kopierte. Vor allem Rembrandt beschäftigte ihn, und 1846 reiste er in die Niederlande, um dessen Bilder im Original zu sehen. Wer hier dargestellt ist, weiß man nicht sicher. Überliefert ist, es sei eine seiner Schwestern, die ihm oft Modell saßen, doch einen Beleg dafür hat man nie gefunden. Die erste bekannte Besitzerin war Juliette, die jüngste von ihnen und später Erbin seines Nachlasses. Heute gehört das Bild zur Sammlung des New Yorker Sammlers Henry Pearlman und ist als Dauerleihgabe im Kunstmuseum der Universität Princeton zu sehen.




