Bildnis des Abtes Giovanni Felice Ramelli

Bildnis des Abtes Giovanni Felice Ramelli


Details

Jahr
1738
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
124 × 93 cm

Die Geschichte

Abt Giovanni Felice Ramelli malte selbst Bildnisse, nur in einem ganz anderen Maßstab. Der Regularkanoniker vom Lateran stammte aus Asti im Piemont und gehörte in Rom zu den gefragtesten Miniaturmalern. Papst Clemens XI. hatte ihm die illuminierten Handschriften der Vatikanischen Bibliothek anvertraut. 1737 schenkte Ramelli König Karl Emanuel III. 68 seiner Miniaturen, und der Hof richtete dafür im Turiner Königspalast einen kleinen Raum ein, der nach ihm benannt wurde. Im selben Jahr erhielten die Lateranensischen Chorherren in Asti, sein Orden in seiner Heimatstadt, für ihr Refektorium ein großes Gastmahl im Hause des Simon. Gemalt hatte es ein junger Franzose in Rom, Pierre Subleyras, und den Auftrag soll Ramelli vermittelt haben. Das Bild hängt heute im Louvre. Das Museum datiert dieses Porträt auf 1738 und hebt das leuchtende Weiß des Rochetts und das Stillleben auf dem Tischchen neben dem Abt hervor. Der Königspalast gehört heute zu denselben Musei Reali wie diese Galerie und bewahrt in seinem Miniaturenkabinett noch Stücke aus Ramellis Schenkung.

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