Porträt des Antonio Canova
Details
Die Geschichte
Im Jahr 1806 war Antonio Canova in ganz Europa berühmt. In seinem römischen Atelier entstand damals die Marmorfigur der Pauline Bonaparte, der Schwester Napoleons und Gattin des Fürsten Camillo Borghese, hingestreckt als Venus auf einem Ruhebett. Diese Skulptur steht heute hier in der Galleria Borghese. Sein Freund Gaspare Landi, ein Maler aus Piacenza, zeigt den gefeierten Bildhauer ohne jede Pose. Er trägt einen gewöhnlichen dunklen Rock und eine locker geknotete weiße Halsbinde, dazu keine Perücke, sodass das dünne graue Haar wirr um den Kopf steht. Die Lippen sind leicht geöffnet, als wolle er gleich etwas sagen, und die Galerie spricht von einem sprechenden Porträt. Unten links hat Landi signiert und vermerkt, dass er den Freund in Rom malte. Eine zweite eigenhändige Fassung gleicher Größe, ebenfalls von 1806, besitzt die Accademia Carrara in Bergamo.

