Bildnis der Caroline Murat, Königin von Neapel

Jean-Auguste-Dominique Ingres · PD

Bildnis der Caroline Murat, Königin von Neapel


Details

Jahr
1814
Technik
Ölfarbe
Gattung
Gemälde
Maße
92 × 60 cm

Die Geschichte

1814 zerfiel Napoleons Reich. Im April dankte er ab, und seine Schwester Caroline Bonaparte, durch die Ehe mit Marschall Joachim Murat Königin von Neapel, spürte den eigenen Thron wanken. Gerade da gab sie bei Ingres, ihrem Lieblingsmaler, dieses Bildnis in Auftrag. Sie steht in ganzer Figur da, in einem Kleid aus schwarzem Samt, in den königlichen Gemächern von Neapel, vor einem großen Fenster, hinter dem der Vesuv aufragt. Ingres begann die Leinwand in Neapel und vollendete sie erst 1815 in Rom, nach dem Sturz der Murats. Beide, die Königin wie der Maler, hielten sie für unvollendet. Als Murat im Oktober jenes Jahres erschossen wurde, verschwand das Bild. Man glaubte es über anderthalb Jahrhunderte verschollen, bis ein Kunsthistoriker es 1987 wiederfand.

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