
Francisco Goya · PD
Bildnis des Don Ignacio Omulryan y Rourera
Details
Die Geschichte
Im Frühjahr 1815, gut ein Jahr nach der Rückkehr Ferdinands VII. auf den spanischen Thron, trat die Königliche Philippinen-Kompanie unter dem Vorsitz des Königs zu einer Generalversammlung zusammen. Über diese Handelsgesellschaft lief Spaniens Geschäft mit Asien via Manila. Ihr Vizepräsident Ignacio Omulryan regte an, Goya solle die Sitzung in einem großen Gemälde festhalten. Dieses Gruppenbild hängt heute im Musée Goya im südfranzösischen Castres, und Omulryan sitzt darauf gleich rechts vom König.
Das Halbfigurenbildnis aus demselben Jahr zeigt ihn fast genauso: schwarzer Rock mit roten, betressten Kragen und Aufschlägen, Orden auf der Brust, Papiere in der Hand. Darauf stehen sein voller Titel als Mitglied des Rats und der Kammer von Indien und die Worte „von Goya, 1815“. Väterlicherseits stammte Omulryan aus einer irischen Familie, mütterlicherseits aus Barcelona. Bevor er 1810 seinen Sitz im Indienrat erhielt, war er Kavallerieoffizier und Leiter des Postwesens gewesen.




