
Porträt von Ferdinando II. am neunten Tag der Pockenerkrankung
Details
Die Geschichte
Am 16. Oktober 1626 sprach sich am Florentiner Hof herum, dass der Großherzog die Pocken habe. Er war 16. Den Titel trug er, seit er zehn war, regiert wurde für ihn noch immer von seiner Mutter und seiner Großmutter. Sustermans arbeitete gerade an einem Bildnis des jungen Herrschers, als die Krankheit begann, und was aus jenem Herbst geblieben ist, hält stattdessen den Verlauf der Krankheit fest. Zwei kleine Leinwände haben sich erhalten, und unterscheiden lassen sie sich allein an der Zeile, die oben über das Bild läuft. Die eine nennt den siebten Tag. Diese hier, in Großbuchstaben, den neunten.
Am neunten Tag hat die Schwellung die Augen fast geschlossen. Er liegt in Rot, und das gehörte zur Behandlung, denn rote Tücher und rote Vorhänge sollten die Krankheit durch die Haut nach außen ziehen. Die Leinwand ist 45 Zentimeter hoch.
Ferdinando II. genas und regierte noch 44 Jahre. Die späteren Staatsporträts geben ihm eine glatte, unversehrte Haut. Beide Bilder blieben im Besitz der Familie, ein Medici-Inventar von 1674 führt sie als Werke des Sustermans.



