Bildnis der Françoise-Marguerite, Gräfin von Grignan
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Die Geschichte
Die Frau auf diesem Bildnis verdankt ihren Ruhm eher den Briefen, die sie empfing, als irgendetwas, das sie selbst tat. Francoise-Marguerite war die Tochter der Madame de Sevigne, und 1671 verliess sie Paris in Richtung Provence, wo ihr Mann Statthalter war, fern der Mutter, die sie vergoetterte. Aus dieser Trennung entstand einer der Schaetze der franzoesischen Literatur, der Strom geistreicher, zaertlicher, klatschfreudiger Briefe, den die Mutter ihr in den folgenden Jahren nachsandte, gedruckt lange nach dem Tod beider Frauen. Pierre Mignard malte die Tochter um 1674, gerade in den Zwanzigern, in der schmeichelnden hoefischen Manier, die ihn zum bevorzugten Bildnismaler grosser Damen machte. Madame de Sevigne hielt sie fuer das schoenste Maedchen Frankreichs und sagte es oft. Von dieser Zuneigung bleibt zum Teil dieses Gesicht, und zum Teil einige hundert an sie gerichtete Briefe.


