
Madonna mit der Traube
Details
Die Geschichte
Mignards Madonnen mit dem Kind waren so begehrt, dass man aus seinem Namen ein eigenes Wort für sie machte, mignardes, und ein Autor der Zeit behauptete, es gebe in Italien und Frankreich kaum eine gute Sammlung ohne eine davon.
Diese malte er um 1655 bis 1657 in Rom, gegen Ende von mehr als 20 Jahren in Italien, nach dem Vorbild der sanften, runden Madonnen Raffaels. Die Traube in der Hand Marias verweist auf den Wein der Messe und damit auf das Blut Christi und die kommende Passion.
Mignard malte mindestens vier Fassungen, eine davon für den König von Spanien. Diese gehörte Ludwig XIV., der sie in seinen Privaträumen in Versailles hatte. 1785 kam sie in den Louvre und hing schon an der Wand, als das Museum 1793 für das Publikum öffnete.


