
Albrecht Dürer · PD
Bildnis Friedrichs III. von Sachsen
Details
Die Geschichte
1496 ist Albrecht Dürer 25 Jahre alt und gerade aus Venedig zurück, wo er die italienische Malerei aus der Nähe studiert hatte. In eben jenem April macht Friedrich III. von Sachsen, genannt der Weise, in Nürnberg Station, und aus dieser Begegnung geht dieses Bildnis hervor, einer der ersten Aufträge, die der junge Maler vom sächsischen Hof erhielt. Dürer zeigt ihn im Dreiviertelprofil vor dunkelgrünem Grund, die Hände auf einer Brüstung, ein Kunstgriff, den er bei den Niederländern gelernt hatte, während das breite Barett und der feste Blick seinen Rang deutlich machen. Dass ausgerechnet dieser Fürst 20 Jahre später Martin Luther schützen und ihn auf der Wartburg verbergen würde, konnte damals niemand ahnen. Gemalt ist das Werk in Tempera auf Leinwand, was für diese Zeit ungewöhnlich war.




