Porträt von George Rodier

Porträt von George Rodier


Details

Jahr
1889
Technik
Öl auf Leinwand
Maße
100 × 65 cm

Die Geschichte

Dieppe, Sommer 1889. In dem normannischen Seebad, wo halb Paris die Saison verbrachte, besaß die Familie Blanche ein Landhaus. Dort malte Jacques-Émile Blanche seinen gleichaltrigen Freund George Rodier, Sohn einer wohlhabenden Familie. Auch Rodier hatte künstlerischen Ehrgeiz. Von 1885 bis 1888 stellte er Zeichnungen und Aquarelle im Pariser Salon aus, dann gab er die Kunst auf und lebte vor allem für die Gesellschaft.

Der Maler zeigt ihn in der Sommerfrische, im elfenbein-grau gestreiften Anzug, wie man ihn damals zum Rudern trug, den Zeigefinger an der Schläfe, eine schwarze Katze mit rotem Halsband auf dem Schoß. Er verkehrte in denselben Salons wie der junge Marcel Proust und soll ihm Züge für die Figur des Legrandin geliefert haben, des Snobs aus der „Suche nach der verlorenen Zeit“. Unten in der Ecke steht die Widmung an den Freund, mit Ort und Jahr: Dieppe 1889.

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