Bildnis des Joris van Egmond (1504-1559)

Bildnis des Joris van Egmond (1504-1559)


Details

Jahr
1537
Technik
Öl auf Holz
Gattung
Gemälde
Maße
57,2 × 80,8 cm

Die Geschichte

Man sieht einen Edelmann: schwarze Schaube mit Pelz, weiße Rüschen an Kragen und Manschetten, schwarzes Barett, die Hände auf einem rot gemusterten Kissen. Dass er Bischof war, verrät erst der Rahmen. Dort nennt ihn eine lateinische Inschrift Georg von Egmond, Bischof von Utrecht. Jahrhundertelang waren die Utrechter Bischöfe zugleich Landesherren gewesen, doch 1528 trat der damalige Amtsinhaber die weltliche Herrschaft an Kaiser Karl V. ab. Das Amt war fortan ein rein kirchliches, und 1534 vergab Karl es an den 30-jährigen Joris aus dem mächtigen holländischen Adelsgeschlecht Egmond. Scorel malte ihn in den Jahren danach. Joris lebte meist in der Abtei Saint-Amand in Nordfrankreich, wo er 1559 starb. Sein Herz wurde nach Utrecht gebracht, in ein Grabmal im Dom. Die Tafel gehört Privatsammlern und ist seit 1997 eine Leihgabe an das Rijksmuseum.

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