
Titian · PD
Bildnis der Lavinia
Details
Die Geschichte
Oben rechts steht eine schwer lesbare lateinische Zeile. Sie nennt die Frau Lavinia, Tochter Tizians, von ihm selbst gemalt. Lavinia hatte 1555 Cornelio Sarcinelli geheiratet, einen Adligen aus Serravalle, und bekam mit ihm sechs Kinder. Die Dresdner Gemäldegalerie datiert das Bildnis um 1565, da war sie um die 30. Lange hieß es, sie sei schon 1561 gestorben. Heute geht man davon aus, dass sie zwischen 1574 und 1577 starb, ungefähr zur selben Zeit wie ihr Vater. Den Fächer aus Straußenfedern durften in Venedig damals nur verheiratete Frauen tragen. Das grüne Samtkleid mit Goldborten, die geschlitzten Ärmel und die Spitzenmanschetten folgen der spanischen Mode. Manche Forscher zweifeln inzwischen an der Inschrift und auch daran, dass Tizian selbst malte. Dresden führt das Bild weiter unter seinem Namen. In die Stadt kam es 1746, aus der Sammlung der Este in Modena.




