Bildnis der Madame Devauçay

Jean-Auguste-Dominique Ingres · PD

Bildnis der Madame Devauçay


Details

Jahr
1807
Technik
Ölfarbe
Gattung
Gemälde
Maße
76 × 59 cm

Die Geschichte

1807 lebte Ingres erst seit wenigen Monaten als Stipendiat der Französischen Akademie in Rom. Dort begegnete er Anna Antonia de Nittis, einer Neapolitanerin, die mit einem Infanteriehauptmann verheiratet und die Lebensgefährtin des französischen Botschafters beim Heiligen Stuhl war. Sie gehörte zu den bekanntesten Frauen der römischen Gesellschaft, doch ihr Porträt blieb lange in Privatbesitz. Ingres beschränkte die Farbskala und gab der Linie das größte Gewicht. Das ovale Gesicht, die mandelförmigen Augen, der Ausschnitt, die Ärmel, die Arme und der Schmuck bilden eine Folge weicher Rundungen. Das Musée Condé verweist dabei auf den Einfluss Raffaels. Ihr angedeutetes Lächeln brachte dem Gemälde später den Beinamen „Ingres’ Mona Lisa“ ein. Die weitere Geschichte erzählt von einem Wandel im Leben der Dargestellten. Als Madame Duvaucey im Alter in Geldnot geriet, musste sie sich von dem Bild trennen. Ingres stellte es 1833 im Salon aus, 26 Jahre nach seiner Entstehung. Der Sammler und Louvre-Kurator Frédéric Reiset erwarb es gegen eine jährliche Rente, die Madame Duvaucey bis zu ihrem Tod 1852 absicherte. Mit der Schenkung des Herzogs von Aumale gelangte das Porträt 1886 in die Sammlung des Musée Condé.

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