
Attributed to Raphael · PD
Bildnis des Perugino
Details
Die Geschichte
Um 1504 war Raffael kaum über zwanzig und hatte gerade die Werkstatt seines Lehrers Perugino in Umbrien verlassen, um in Florenz Fuß zu fassen. Das kleine Bildnis in den Uffizien zeigt einen älteren Mann mit ruhigem, prüfendem Blick, und lange galt es als Porträt eben dieses Lehrers. Dass es Perugino ist, stützt sich auf die Ähnlichkeit mit seinem Selbstbildnis im Collegio del Cambio in Perugia. Wer den Pinsel führte, ist dagegen bis heute strittig: Manche Kenner schreiben die Tafel Raffael zu, andere seinem Florentiner Zeitgenossen Lorenzo di Credi. Im 18. Jahrhundert hielt man den Dargestellten in Florenz sogar für Martin Luther und den Maler für Hans Holbein. Erst im 19. und 20. Jahrhundert rückte der Name Perugino wieder in den Vordergrund.




