
Jean-Auguste-Dominique Ingres · PD
Bildnis des Philibert Rivière
Details
Die Geschichte
Um 1805, kaum über zwanzig, erhält der junge Ingres seinen ersten großen Auftrag: das Bildnis einer ganzen Familie. Philibert Rivière, ein Beamter des napoleonischen Kaiserreichs, bestellt bei ihm drei Gemälde, eines von sich selbst, eines von seiner Frau und eines von der Tochter Caroline. Für jedes wählt Ingres eine andere Form: rechteckig für den Vater, oval für die Mutter, oben gerundet für das Mädchen. Philibert sitzt hier auf einem prächtigen Sessel neben einem mit rotem Samt bedeckten Tisch, auf dem die Papiere seines Amtes liegen, die Hand in die Weste geschoben, die Geste der Autorität jener Jahre. Die drei Bildnisse wurden 1806 gemeinsam im Pariser Salon gezeigt. Von den dreien sollte gerade das der bald darauf verstorbenen Tochter Caroline mit der Zeit das berühmteste werden.




