
Francisco Goya · PD
Porträt von Rafael Esteve i Vilella
Details
Die Geschichte
Um 1815 war der lange Krieg gegen das Frankreich Napoleons eben zu Ende, Ferdinand VII. sass wieder auf dem spanischen Thron, und der Hof um Goya war misstrauisch und hart geworden. Im selben Jahr portraetierte der erste Hofmaler, damals fast 70, auch den neuen Koenig. Hier aber malt er jemanden aus seiner eigenen Welt. Rafael Esteve war ein valencianischer Kupferstecher, den Goya wohl ueber dessen Vetter kannte, den Maler Agustin Esteve, der in seiner Werkstatt gearbeitet hatte. Das Bildnis scheint Esteves Ernennung zum Hofkupferstecher zu feiern. Er sitzt aufrecht in einem gelben Sessel an einem Tisch desselben Tons, eine Hand in die Huefte gestuetzt, in der anderen das Werkzeug seines Fachs: einen Grabstichel und die Kupferplatte, die er sticht, ein fertiger Abzug liegt auf dem Tisch. 1818 schenkte ein Neffe des Stechers das Gemaelde der Akademie San Carlos in Valencia, wo das Museum der Schoenen Kuenste der Stadt es bis heute bewahrt.




