
Bildnis Richard Milles
Details
Die Geschichte
Richard Milles aus Nackington in Kent saß um 1759 in Rom für dieses Bildnis, und 1761 war er bereits Parlamentsabgeordneter für Canterbury, ein Sitz, den er bis 1780 behielt. Batoni kleidet ihn in einen pelzgefütterten roten Umhang über einer silbrigen Seidenweste und lässt ihn die Hand in die Hüfte stemmen, eine Pose, die er oft verwendete und die schon bei Tizian und van Dyck vorkommt. Mit der anderen Hand zeigt der junge Mann auf eine Landkarte mit der Aufschrift „Grisons“, dem französischen Namen Graubündens, das er auf dem Weg nach Italien vermutlich durchquerte. Daneben steht eine Büste des römischen Kaisers Mark Aurel, Feldherr und stoischer Philosoph. Sie gibt eine echte Skulptur wieder, heute in den Kapitolinischen Museen, und kommt in Batonis Werk nur dieses eine Mal vor. Außerdem bestellte Milles bei ihm eine Miniatur auf Elfenbein, heute im Fitzwilliam Museum in Cambridge.




