
Valentin Serov · PD
Bildnis der Sinaida Jussupowa
Details
Die Geschichte
Serow hielt wenig von den Reichen, die Schlange standen, um sich von ihm malen zu lassen. Die meisten fand er eitel und sagte es auch. Bei der Fürstin Sinaida Jussupowa machte er eine Ausnahme. Sie zählte zu den reichsten Frauen Russlands, doch er mochte ihre Wärme und ihr echtes Gespür für Kunst, und er ließ sich Zeit: Für dieses eine Bildnis soll er rund 80 Sitzungen gebraucht haben. Er zeigt sie entspannt auf einem Sofa, mit ihrem kleinen Hund, in einem Zimmer voller Gemälde, alles leicht und ungezwungen. Man schrieb 1902, die letzten ruhigen Jahre der alten Ordnung. Ihr Sohn Felix, damals noch ein Junge, würde 14 Jahre später helfen, Rasputin zu ermorden.


