
Mutmaßliches Bildnis des Louis-François Prault, früher „Die Inspiration“ genannt
Details
Die Geschichte
2012 tauchte in Paris bei einer Auktion ein Blatt mit kleinen Skizzen Fragonards auf, 18 winzige Figuren nach seinen Fantasiebildnissen, fast alle mit einem Namen darunter. Unter der Skizze, die zu diesem Mann passt, einer Gestalt mit der Feder in der Hand, steht Pro. Darauf stützt sich der Louvre, wenn er ihn heute vorsichtig als Louis-François Prault bezeichnet, geboren 1734, aus einer Pariser Dynastie königlicher Drucker und selbst Sammler von Fragonard. Lange hieß das Bild einfach Die Inspiration, und man sieht, warum. Ein Mann in rotbraunem Kostüm mit weißer Halskrause sitzt am Tisch, das Papier unter der Hand, die Feder erhoben, und dreht sich ruckartig nach oben weg, als sei ihm eben ein Gedanke gekommen. Stimmt der Name, dann posiert hier der Spross einer Familie, die vom Druck lebte, als Schriftsteller im Augenblick des Einfalls. Das Gemälde kam 1869 mit dem Vermächtnis des Pariser Arztes Louis La Caze in den Louvre.




